Für Geld habe ich keine gute Hand

Wenn ich Ihnen jetzt erzähle, dass ich fürs Geld keine gute Hand habe, dann glauben Sie vielleicht, ich könne nicht gut wirtschaften und würde mein Geld schneller verplempern als verdienen. Aber genau das ist eben nicht der Fall.
Wenn ich sage, dass ich für Geld keine gute Hand habe, dann meine ich das wörtlich. Zum Beispiel an der Supermarktkasse. Die Kassadamen haben eine gute Hand fürs Geld und geben mir schwuppsdiwups das Wechselgeld samt Kassabon in die Hand. Meine Aufgabe wäre es jetzt, das Wechselgeld schnell in meine Geldtasche zu stecken und hurtig dem nächsten Kunden Platz machen. Immerhin hat die Kassierin eine Uhr in ihrer Kassa eingebaut, die die Zeit misst, die sie fürs Kassieren braucht. Und ich koste ihr jedes Mal wertvolle Sekunden, da sich das Papiergeld in meiner Hand windet und krümmt und nicht und nicht in die Geldtasche will und die Münzen, die ich in der Geldtasche hatte, beim Aufklappen zu Boden boingeln. Manchmal fallen dann auch noch Fahrscheine, der Pizzapass, der Fleischpass und anderes Zeug aus meiner Geldtasche auf den Boden Schließlich bampfe ich das Geld halt irgendwie hinein – woraufhin es beim nächsten Zücken eines Geldscheines wieder klumpenweise herausquillt.

Eine besonders schlechte Hand habe ich für ganz neue Geldscheine. Die sind so glatt, dass mein Daumen immer drüber rutscht, wenn ich ein paar Scheine auf den Tisch zählen will. Ich habe mir jetzt angewöhnt neue Geldscheine zuerst zu zerknüllen und dann wieder glatt zu streichen, bevor ich sie in meine Geldtasche stecke.

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