Archive for Dezember 2010

Wort des Jahres – zu spät eingereicht

23. Dezember 2010

Zu schade, dass das Wort des Jahres schon gewählt wurde. Sonst wäre jenes Wort, das Walter Meischberger leider zu spät eingereicht hat,  schwer im Rennen:
„supernackt“.
Vielleicht kann man ja die Wahl des Wortes des Jahres noch anfechten: Immerhin hat der Meischi sein „supernackt“ ja schon im Februrar 2010 ausgesprochen und nur aus falscher Bescheidenheit nicht veröffentlicht.
Auch der Spruch des Jahres kam zu spät: „Das ist eigentlich schon alles, was ich sagen wollte“. Hier darf ich Werner Kogler mein Kompliment aussprechen. Manchmal bin ich stolz, Grün gewählt zu haben. Auch wenn es nicht fair ist, Werner Kogler mit Meischberger in einem Blog zu nennen.

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Was dann doch für den Winter spricht

12. Dezember 2010

Ich habe es ja deutlich dargelegt: Innerhalb nur einer Woche Winter habe ich alle Freuden, die ein Winter bieten kann, durchlebt und bin bereit, dass es wieder Frühling wird. Aber einen Vorteil hatte die winterliche Kälte:
Vor zirka zwei Wochen wurde ich Opfer einer Katzen-Verschwörung: Ich kam gerade vom Einkaufen zurück, da kam eine der Hauskatzen angaloppiert und veranstaltete ein derartiges keinen Aufschub duldendes Hungergejammer, dass ich – noch bevor ich meine Einkäufe ins Haus brachte – der Katze zu essen und trinken gab. Wie ich weiter meine Einkäufe ausräumen wollte fand ich eine andere Katze des Hauses im Kofferraum meines Auto vor, die sich ungeniert an meinem Gulaschfleisch gütlich tat. Sie nahm natürlich sofort Reisaus, als mich nahen sah.
Gestern fand ich an einer leicht verdeckten Stelle des Kofferraums noch ein halbgefrorenes Schweinefleischwürferl, das die Katze im hastigen Aufbruch wohl fallen hat lassen. Nun stelle ich mir vor, was passiert wäre, hätte das im Sommer statt gefunden. Da geschieht es schon mal, dass mein Auto ein/zwei Wochen unbenützt in der prallen Sonne steht. Ich glaube, ich hätte es danach wegwerfen können. Also das Auto – nicht das Schweinefleischwürferl. Das heißt: das Schweinefleischwürferl natürlich auch.

Winters genug

5. Dezember 2010

Ich für meinen Teil habe nun winters genug. Ich bin bereits 11 Kilometer durch den Schnee gestapft und 24 Kilometer mit dem Auto durch einen Schneesturm gefahren. Ich habe einmal während dieses Schneesturms im Freien gepinkelt, bin zweimal gestürzt und einmal mit dem Auto in Schneenot geraten. Vielleicht sollte ich das mit den Stürzen und der Schneenot näher erklären. Die Stürze sind so schnell erklärt, wie geschehen: Nacht, Eisplatte unterm Schnee, fuit-pong! Nach dem Sturz Nr. 1 wollte ich vor dem Schlafengehen mein Handy lautlos stellen. Doch weit und breit kein Handy. Da bin ich mit der Taschenlampe meinen Spuren im Schnee nach gegangen und fand das Handy an der Sturzstelle, schon halb zugeschneit. Die Verletzung bestand – und besteht immer noch – aus einem angeschlagenen Ellbogen.
Jetzt zur Schneenot. Ich musste mit dem Auto ein halbwegs schneeglattes Bergerl hinauffahren. Zwar nahm ich genug Schwung. Doch dann gingen ein paar Schulkinder auf beiden Seiten der Straße – und ich fuhr dann doch langsamer. Zu langsam für den Berg, denn das Auto blieb auf der glatten Straße hängen. Beim Versuch das Auto langsam zurück rollen zu lassen begann es zu rutschen und gehorchte fürderhin nur noch dem Gesetz der Schwerkraft – ungeachtet allfälliger Versuche zu lenken oder zu bremsen von meiner Seite. Es rutschte schön langsam auf einen Graben zu und ich sah mich schon mit dem Auto hinunter kollern. Doch es blieb direkt an der Grabenkante stehen. Ich stieg vorsichtig aus und telefonierte nach dem ÖAMTC. Da sah ich, dass an der selben Stelle, wo mein Auto hängen geblieben war, ein weiteres Auto hängen blieb und zu rutschen anfing. Genau auf mein Auto zu. Obwohl es sehr rutschig war gelang es mir, den Rutschbahn-Mitbewerber so weit von meinem Auto weg zu stemm-schieben, dass er daran zwar nur wenige Zentimeter aber doch vorbei in die Tiefe rutschte.